Heute hat Alt-Gemeinderat Niklaus Scherr (AL) vor dem Rathaus Bullingerplatz Bauvorstand Tobias Langenegger ein Dossier mit über 2‘200 Adressen von Business Apartments und kommerziellen Airbnb-Angeboten in der Stadt Zürich übergeben.
Der Kampf von Niklaus Scherr und der Alternativen Linken gegen die Zweckentfremdung von Wohnungen für touristische und Business-Zwecke begann im November 2009 mit einer Motion, die im Februar 2010 überwiesen wurde. Damals war Airbnb noch in den Kinderschuhen und es gab bloss 4 grössere Anbieter von Business Apartments. Der spekulative Wildwuchs dieser Angebote hätte damals im Keim erstickt werden können. Leider ist nach der Überweisung ein Jahrzehnt politisch ungenutzt verstrichen. Es ist nur der Hartnäckigkeit der AL-Fraktion zu verdanken, dass das Stadtzürcher Parlament zweimal einen Antrag des damaligen SP-Bauvorstands André Odermatt auf ersatzlose Abschreibung der Motion Scherr zurückwies und 2020 endlich eine Umsetzungsvorlage erzwingen konnte.

Alt-Gemeinderat Niggi Scherr übergibt SP-Stadtrat Tobias Langenegger einen USB-Stick mit 2’200 Airbnb- und Business Apartments-Adressen
Umso mehr freut sich die AL, dass der neue Bauvorstand Tobias Langenegger offenbar bereit ist, diese Scharte auszuwetzen und das Verbot von kommerziellen Airbnb und Business Apartments in Wohngebieten aktiv durchzusetzen, wie die rasche Inkraftsetzung nach dem Bundesgerichtsentscheid und die temporäre Anstellung von fünf Sachbearbeiter:innen zeigt.
Wieviele Business Apartments und Airbnb’s effektiv wieder in den regulären Wohnungsmarkt zurückgeführt werden können, muss sich erst noch weisen. Der politische Wille dazu ist zweifellos vorhanden.
Medienmitteilung der AL vom 9. September 2026