Angriff auf Mindestlöhne

Ein Ja zum Mindestlohn in Zürich reichte nicht – jetzt will das Bundesparlament ihn aushebeln. Hilf mit, das Referendum zu unterstützen und den Angriff auf faire Löhne zu stoppen.

Mit einem monatlichen Gehalt von weniger als 4000 Fr. ist der Lebensunterhalt, insbesondere im teuren Zürich, kaum stemmbar. Für rund 17’000 Menschen stellt das jedoch eine knallharte Realität dar. Es ist inakzeptabel, dass ein 100%-Job nicht zum Leben reicht!

Die Zürcher Stimmberechtigten sahen das vor drei Jahren ebenso. Über 69% hatten sich für die Festlegung eines kommunalen Mindestlohns von 23.90 Franken pro Stunde ausgesprochen. Der Gewerbeverband Zürich und andere Arbeitgebervereinigungen leiteten daraufhin rechtliche Schritte ein. Unter anderem wurde die kommunale Kompetenz in dieser Angelegenheit in Frage gestellt.

Es folgte zunächst ein ernüchternder Entscheid des Verwaltungsgerichts. Doch dann hat das Bundesgericht die Beschwerden der Städte Zürich und Winterthur gutgeheissen. Die Mindestlohnbestimmungen können umgesetzt werden! So dachten wir und freuten uns bis zum Tag der Abstimmung zur Motion Ettlin im Bundesparlament. Die Bürgerlichen lassen keinen Angriff auf faire Löhne aus…

Mit dem unsäglichen Entscheid des Bundesparlaments würden Mindestlöhne in Gesamtarbeitsverträgen über regional beschlossene Mindestlöhne gestellt. Diese neue Gesetzeslage macht die bisherigen Bestrebungen zunichte und führt die Verhandlung von Gesamtarbeitsverträgen ad absurdum.  

Die AL setzt sich seit jeher für Arbeitende im Niedriglohnsegment ein. Entsprechend hat sie die Initiative «Ein Lohn zum Leben» unterstützt und sich im Gemeinderat für einen Weiterzug des Urteils des Verwaltungsgerichts ausgesprochen. Das Referendum des Gewerkschaftsbundes gegen den Entscheid aus Bern zu unterstützen ist der logische Schritt zu mehr Lohngerechtigkeit. 

Die Unterschriftensammlung ist angelaufen. Hilf auch Du mit, diesen dreisten Angriff auf den Lohnschutz zu stoppen. Unterschriftenbogen können hier heruntergeladen oder beim SGB bestellt werden. Danke!