Trotz Rekordgewinnen keine ewz-Volksdividende

Die Alternative Linke (AL) bedauert die deutliche Ablehnung ihrer Initiative für einen ewz-Bonus für alle.

Die Alternative Linke (AL) bedauert ausserordentlich, dass eine deutliche Mehrheit der Stimmenden die Volksinitiative «ewz-Bonus für alle – 80 Millionen Volksdividende» abgelehnt und den fadenscheinigen Argumenten der Gegner Glauben geschenkt hat.

Die Behauptungen, das Geld werde für Investitionen in erneuerbare Energien dringend benötigt und eine Bonus-Auszahlung verursache unverhältnismässigen administrativen Aufwand, waren reine Bauernfängerei. Einerseits ist die Volksdividende im Vergleich zu den ebenfalls heute angenommenen 2,35-Milliarden für den Fernwärmeausbau ein kleiner Pappenstiel – die 80 Mio Franken sind anteilsmässig im tiefen einstelligen Bereich jenes Kredits und damit im Bereich der Budget-Ungenauigkeit. Andererseits hat das ewz zwischen 2003 und 2014 rund 500 Mio Franken zurückerstattet, ohne dass es damals zu einem administrativen Kollaps gekommen wäre.

Es ist eine verpasste Chance, die Miteigentümer:innen des städtischen ewz am hervorragenden Geschäftsgang dank hohen Strompreisen teilhaben zu lassen. Die 340.- Franken wären für manchen Haushalt ein wertvoller Beitrag zur Steigerung der Kaufkraft gewesen.

Die AL wird sich weiter für einen Service public einsetzen, der sich am Gemeinwohl orientiert und nicht am Profit. Dies wird gerade im Hinblick auf die Umsetzung des europäischen Stromabkommens äusserst bedeutsam.

Kontakt: Christian Häberli, Gemeinderat AL, 079 590 13 69

Medienmitteilung der AL vom 14. Juni 2026

(Bild: ewz)