Keine neue Hierarchiestufe in der Volksschule

Judith Stofer schlägt das Gesetz über die neue Hierarchiestufe „Leitung Bildung“ für den Rostigen Paragraphen vor: «Müssten wir einen rostigen Paragrafen für ein unnötiges Gesetz vergeben, dann wäre der für diese Vorlage.» Sie befürchtete die Produktion von «unnötigen Statistiken und Excel-Sheets am Laufmeter» und schloss deshalb, dass dieses Geld besser direkt im Schulzimmer eingesetzt werden…

Wenn wir einen rostigen Paragraphen für ein unnötiges Gesetz vergeben könnten, dann würden wir ihn für diese Vorlage vergeben. Bereits nach der Anhörung in der Kommission hat sich gezeigt, wie unterschiedlich die Aufgaben der neuen «Leitung Bildung» von unterschiedlichen Gruppen interpretiert werden. Die Interpretationen von Schulpräsidien, Schulleitenden und Lehrpersonen gingen so weit auseinander, dass man sich ohne grosse Phantasie die künftigen Abgrenzungskämpfe und Kompetenzrangeleien unter verschiedenen Akteuren lebhaft vorstellen konnte.

Die Alternative Liste hat sich vor zwei Jahren an der Vernehmlassung beteiligt. Nach ausführlicher Beratung sind wir zum Schluss gekommen, dass diese neue Hierarchiestufe unweigerlich mehr Kosten und mehr Bürokratie verursachen würde. Eine neue Hierarchiestufe muss erst einmal beweisen, dass sie auch effektiv nötig ist. So wie ich das aus der Wirtschaft kenne, werden dann am Laufmeter unnötige Statistiken und Excel-Sheets produziert, Umstrukturierungen geplant, Organisationsprozesse eingeleitet etc. etc.

Kurz und gut: die Alternative Liste ist auch heute noch der Meinung, dass die Einführung einer neuen Hierarchiestufe unnötig ist. Wir sind der Meinung, dass das Geld, das für die neue Leitung Bildung ausgegeben werden müsste, besser im Schulunterricht investiert würde.

Der Artikel in der NZZ