Wohnbaupolitik: Das Sündenregister der SBB in der Stadt Zürich

An der Quartierveranstaltung vom 28. März „Keine Profite auf dem SBB-Areal Neugasse!“ zog Niggi Scherr in einer Präsentation kritisch Bilanz über die einseitig marktorientierte Wohnbaupolitik der SBB Immobilien.

In seiner Präsentation liest Niggi Scherr der SBB kräftig die Leviten. Sein Fazit ist eindeutig:

  • Soweit sie frei entscheiden konnte, hat die SBB in den letzten Jahren in der Stadt Zürich nur Wohnungen im Hochpreis- und Luxus-Segment produziert. Insgesamt 1’131 Wohnungen: in der Europaallee (396), Zollstrasse Ost (130), Neufrankengasse (28), Westlink Altstetten (235), Letzibach C (185) und Wohnhaus Letzi (157) an der Hohlstrasse.
  • Nur in zwei Fällen, wo sie nicht selbständig bauen konnte, sondern auf Kooperation mit der Stadt angewiesen war, hat die SBB Hand geboten zum Bau gemeinnütziger Wohnungen: beim Zollhaus an der Zollstrasse (48 Wohnungen) und auf dem Areal Letzibach D an der Hohlstrasse (250 Wohnungen).

Die Schlussfolgerung ist klar: um das Defizit an bezahlbaren Wohnungen der SBB zu kompensieren, dürfen auf dem SBB-Areal Neugasse nur  gemeinnützige Wohnungen erstellt werden!