Whistleblower Ruedi Elmer kommt vor Gericht

Auf Einladung der AL erläuterte Ruedi Elmer, der ehemalige Chief Operating Officer der Bank Bär auf den Cayman Islands, am 17. November einem interessierten Publikum in der Kanzlei-Turnhalle die Steuerumgehungs-Tricks der Schweizer Banken in der Karibik. Nach dem Motto „Den kleinen Elmer hängt man – die grosse UBS lässt man laufen“ soll ihm am 19.…

Zu Beginn wurde Rudolf Elmer von der Schweizer Presse als Querulant abgestempelt und verleumdet und anschliessend – mit Ausnahme von WoZ und „Sonntag“ – praktisch totgeschwiegen. Ganz im Gegensatz zu ausländischen Medien. Nachdem Elmer anfangs 2008 einen Teil seiner Dokumente auf der Whistleblower-Plattform Wikileaks präsentiert hatte, erschienen in Guardian, Spiegel und ZEIT grössere Hintergrundartikel.

Jetzt wo Elmer wegen angeblichem Bruch des Bankgeheimnisses der Prozess gemacht wird, interessieren sich plötzlich auch andere CH-Medien für die brisanten Wahrheiten des „Hurricane Man“.

Nach Hintergrundberichten im „Sonntag“ und der Schweizer Ausgabe der ZEIT bringt jetzt auch der Tagesanzeiger – dessen Konzernchef Pietro Supino als früherer Baer-Anwalt bei Elmers Enthüllungen eine Rolle spielt – ein ausführliches Interview mit dem Whistleblower. „Der Mann, der Julius Bär verpfiff, muss im Januar vor Gericht“ („Sonntag“ vom 5. Dezember 2010) „Der Geist aus der Flasche“ (Die ZEIT, CH-Ausgabe, 9. Dezember 2010) „Wikileaks war meine letzte Hoffnung“ (Interview Tagesanzeiger vom 21. Dezember 2010) „Der Mann, vor dem die Banken zittern“ (Interview Sonntag, 6. April 2008) http://www.rudolfelmer.com