Zulassungsstopp für Business Apartments!

Anbieter von Kurzzeitvermietungen versuchen Umnutzungen von Wohnungen in Business Apartments baurechtlich legalisieren zu lassen. Der Stadtrat muss das sofort stoppen!

Mit einer Protestaktion vor der Birmensdorferstrasse 543 demonstrierten AL-Aktivist:innen heute gegen das Baugesuch der HITrental AG für die Umnutzung von Wohnungen in Business Apartments und forderten den Stadtrat auf, die Bewilligung zu verweigern.

Dreister Umgehungsversuch von HITrental AG

Vorletzte Woche hat die HITrental AG, die in Zürich 90 Business Apartments und Ferienwohnungen bewirtschaftet, für die Birmensdorferstrasse 543 ein nachträgliches Baugesuch für die Umnutzung von Wohnungen zu Business Apartments eingereicht.

Offensichtlich versuchen zurzeit einzelne Anbieter von Kurzzeitvermietungen bereits vollzogene Zweckentfremdungen von Mietwohnungen baurechtlich legalisieren zu lassen, bevor das 2021 auf Antrag der AL beschlossene Verbot solcher Nutzungen in Wohngebieten definitiv in Kraft tritt. Die AL fordert die Bausektion des Stadtrats auf, diesen dreisten Umgehungsversuch zu stoppen und die Bewilligung zu verweigern.

Endlich § 234 PBG anwenden!

Zwar ist gegen die BZO-Revision von 2021 noch eine Beschwerde vor Bundesgericht hängig. Das kantonale Planungs- und Baugesetz (PBG) bietet den Baubehörden mit § 234 jedoch eine explizite Handhabe, um das Unterlaufen bereits beschlossener planerischer Massnahmen zu verhindern, indem sie eine negative Vorwirkung geltend machen können. Entgegen der einhelligen Lehrmeinung beharrt der Stadtrat mit fadenscheinigen Begründungen nach wie vor auf dem Standpunkt, dass der beschlossenen Nichtanrechnung von Business Apartments an den Wohnanteil keine solche Vorwirkung zukomme. Mehr noch: Auf seiner Webseite weist das Amt für Städtebau Interessierte sogar explizit darauf hin, dass diese Regelung «keine negative Vorwirkung» entfalte. Die Umgehungsmöglichkeit wird damit sozusagen auf dem Präsentierteller serviert.

AL fordert sofortigen Zulassungsstopp für Business Apartments

Statt vollmundig ein neues «Programm Wohnen» mit lauter guten Vorsätzen zu präsentieren, sollte der Stadtrat endlich von seiner passiven Haltung in Sachen Airbnb und Business Apartments abrücken und die weitere Ausbreitung dieses Wohnungsklaus stoppen. Die AL fordert ihn auf, ab sofort keine weiteren Umnutzungen zuzulassen.

Medienmitteilung der Alternativen Liste (AL) vom 24. Februar 2026